So

21

Feb

2016

Meine Botschaft an alle Erwachenden

 

Ihr seid jetzt an einem ganz besonderen Punkt in eurem Leben angekommen. Ihr habt erkannt, dass es mehr gibt als nur dieses menschliche Leben. Genießt diesen befreienden Augenblick.

 

Ja, es geht tatsächlich um Freiheit, um wahre Freiheit, bei diesem Weg des Erwachens.

 

 

Wenn ihr euch jetzt auf diese ganz besondere Reise begebt, dann denkt immer wieder einmal daran, es ist nicht immer so, wie es scheint und all Eure Vorstellungen werden höchstwahrscheinlich enttäuscht werden. Denn all deine Vorstellungen, die du dir jetzt über den Aufstieg machst, entstammen einzig und allein deinem kleinen menschlichen Bewusstsein. Dieses erhofft sich vom Aufstieg Glanz und Gloria. Mit Freiheit verbindet das menschliche Bewusstsein Macht und Einfluss und jederzeitige Kontrolle. Es erhofft sich die viel beschworene „Allmacht Gottes“.

 

Du als Mensch willst der „Supermensch“ werden. Das ist die anfängliche Motivation. Man möchte an Wunder glauben, an Hellsichtigkeit, Allwissenheit.

 



 

Aber da muss ich dich enttäuschen. Genau diese Erwartungen werden dir die meisten Enttäuschungen bereiten. Denn darum geht es eben nicht.

 

Deshalb ist auch mein erster Tipp an dich:

 

 

Akzeptiere dein Mensch-Sein“

 

 

Beim Aufstieg geht es eben nicht um den Supermenschen sondern darum dein Mensch-Sein anzunehmen. Dieses eröffnet dir den Weg, um (gleichzeitig) auch darüber hinauszugehen.

 

Aufstieg bedeutet nicht die Transformation von der Raupe zum Schmetterling, sondern es bedeutet, für die Raupe, dass sie Raupe ist und bleibt, während sie zugleich auch der Schmetterling ist, den sie am Himmel fliegen sieht.

 

Behaltet dieses Bild im Hinterkopf, auch wenn es jetzt noch keinen Sinn zu machen scheint.

 

Es kann die Raupe sehr entlasten, wenn sie annimmt, dass sie selbst eine einfache und auch glückliche Raupe sein darf, ohne dabei dem Aufstieg zum Schmetterling im Wege zu stehen. Ganz im Gegenteil stünde sie ihrem Aufstieg viel mehr im Weg, wenn sie ihr Dasein als Raupe bekämpfen und nur von dem Schmetterling träumen würde.

 

 

Akzeptiere dein Mensch-Sein, erlaube dir, einfach zu sein. Das ist ein bedeutender Schritt hin zur Meisterschaft.

 



 

Das wichtigste, was der Mensch zu diesem Weg beiträgt, ist sein Erwachen. Das habt ihr bereits gemeistert.

 

Deshalb darfst du als Mensch dich jetzt tatsächlich entspannen. Der Weg wird dir um so leichter gelingen, je entspannter du alles erlauben kannst, was dir demnächst begegnen wird.

 

 

Tatsächlich hat nur dein menschliches Selbst Probleme mit dem Aufstieg. Denn viele alte menschliche Regeln und Gesetze werden auf den Kopf gestellt. Das stellt für deinen Verstand und für deine übrigen Aspekte die größte Herausforderung dar. Du kannst hier nicht auf Erfahrungen zurückgreifen, besser ist es sogar, alle alten Erfahrungen loszulassen.

 

Jetzt geht es um das Erlauben. Es geht darum, den Widerstand loszulassen, das Manipulieren und Taktieren zu Gunsten eines absoluten Vertrauens aufzugeben.

 

 

Alles kommt zu dir!

 

 

Der Weg in die Meisterschaft ist ein natürlicher Prozess. Dieser wurde von deiner Seele in Gang gesetzt. Sie ist für dein Erwachen und deinen Aufstieg zuständig.

 

Wenn die Seele erwachen will, kann der Mensch sie nicht mehr aufhalten. Deshalb vertraue dir und deiner Seele. Denn du als Mensch bist für diesen Weg nicht verantwortlich.

 

 

Indem du erlaubst, alles erlaubst, öffnest du deinem Meisterbewusstsein die Tür, lädst du Dein Meisterbewusstsein ein, mit dabei zu sein. So kannst du dir mit der Zeit bewusst werden, dass du zwar ein Mensch aber gleichzeitig auch ein Meister bist.

 

 

Werde zum Beobachter!!

 

 

Das bewahrt dich davor, dich vollständig in die Erfahrungen des kleinen menschlichen Selbstes zu verlieren. Es hält die Erinnerung wach, dass es da noch mehr gibt. Denn es gibt auch den Beobachter, den liebevollen Begleiter, das Meisterbewusstsein.

Immer wenn du einfach nur erlaubst, dann trittst du als Mensch ein wenig zurück und lässt deinem Meisterbewusstsein den Vortritt.

 

 

Aufstieg bedeutet nichts weiter als „einfach zu sein“ und alles zu erlauben.

 

 

So erlaubst Du schließlich auch dein Ich-Bin (deine Göttlichkeit) in deinem Leben, in dein Leben.

 

 

Ich weiß das schwerste wird es immer wieder sein, dich nicht vollständig in dein Mensch-Sein zu verlieren. Der Mensch versteht den Aufstieg nicht. Er muss es auch nicht verstehen, denn er ist nicht für den Aufstieg verantwortlich.

 

Die menschliche Perspektive tut sich mit dem Aufstieg sehr schwer.

Alles scheint seinen Sinn zu verlieren, du verlierst deine Orientierung, fühlst dich verlassen und überfordert. Der Mensch wünscht sich einfach nur, zum Supermenschen zu werden, seine Lebensbedingungen als Mensch zu verbessern, er will reich, gesund und glücklich sein. Er wünscht sich friedliche, glückliche Beziehungen.

 

 

Stattdessen kann es dir passieren, dass du viele Beziehungen verlierst, dass du dich so veränderst, dass es dir nicht mehr gelingt, wie bisher mit den anderen Menschen zusammenzuleben. Du wirst dir vieler Dinge bewusst werden, was dir das Zusammenleben mit anderen Menschen auch erschwert.

 

 

Der Kampf um Zuwendung, Anerkennung, um Liebe bestimmt das Zusammenleben der Menschen.

Wenn du dich auf dich selbst konzentrierst, wenn du beginnst, dich selbst zu lieben, mit dir selbst eine Liebesbeziehung zu haben, dann steigst du automatisch aus diesem Spiel der Menschen aus. Das fühlt sich nicht immer ganz leicht an.

 

Es fühlt sich sehr einsam und auch traurig an. Vor allem, weil dein menschliches Selbst noch immer von deinem kometenhaften Aufstieg träumt. Es wird enttäuscht sein und immer wieder rebellieren. Denn es wünscht sich Erfolg, Anerkennung, Wertschätzung von außen.

 

 

Diese Diskrepanz zu erleben und auszuhalten, ist für mich gerade die größte Herausforderung. Es ist schön zu erfahren und zu spüren, dass ich nicht nur der Mensch auf der Erde bin sondern auch in anderen Seinsbereichen, Realitäten, Zeiten gleichzeitig existiere. Es ist auch schön, einfach nur das "I exist" zu spüren.

Aber mein menschliches Selbst rebelliert. Es sucht noch immer nach einer sinnvollen Beschäftigung, es wünscht sich Anerkennung und Erfolg. Es möchte aktiv sein, arbeiten, tätig sein. Es wünscht sich Gesundheit, körperliche Fitness, Jugendlichkeit.

 

Aber so läuft das nicht!

"Die Raupe bleibt eine Raupe."

 

Zum Mensch sein gehören auch körperliche Beschwerden, Alterungsprozesse,

Enttäuschungen, Verstimmungen...

 

 

Das macht mich traurig. Mein menschliches Selbst hat bis jetzt gehofft, dass es durch den Aufstieg diese Dinge in den Griff bekäme.

 

Stattdessen sitze ich einfach nur herum, weiß nicht wirklich, was ich noch mit meinem Leben anfangen soll.

 

Das ist sehr schwer!

 

Aber bloß keinen Widerstand leisten!

Erlauben, mein Meisterbewusstsein dazu einladen.

Es ist alles gut, so wie es ist. Ich entscheide mich, zu vertrauen und anzunehmen, dass alles so in Ordnung ist, wie es ist.

 

Die Magie des Meisters ist seine Annahme.

 

Die Magie des Meisters sind seine Annahmen.

Darum gebe ich auch dir den Rat:

 

Entscheide dich ganz bewusst dafür, in deinen Weg des Erwachens zu vertrauen!

 

Vertraue dir und vor allem deiner Seele! Denn sie trägt für alles die Verantwortung.

Dein Meister, der bereits neben dir sitzt und dir zuflüstert, er weiß bereits, dass alles gut ist.

 

Die Magie des Meisters  liegt in seinen Annahmen!

 

Wenn du dich für das Vertrauen entscheidest, dass alles, was in deinem Leben geschieht, dir auf deinem Weg des Aufstiegs dient, dann wird es so sein!!

 



 

 

 

 

 

 



 



 

 

 

 

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Di

21

Jul

2015

Vergiss bei deinem Aufstieg nicht dein menschliches Selbst

Lieber Leser, liebe Leserin,

Wünscht du dir auch die Erleuchtung, den Aufstieg, ein Leben in einem neuen göttlichen Bewusstsein?

 

Was versprichst Du dir davon?

Träumst du von einem sorgenfreien Leben in Fülle und Reichtum?

Möchtest Du glücklich sein, gesund sein, unabhängig sein, frei sein?

 

Ich glaube, fast jeder verfolgt auf seinem Weg zum Aufstieg auch diese Ziele.

Das menschliche Leben soll besser werden.

 

Ein verständlicher Wunsch.

Oft stelle ich mir vor, wie beschwerlich das Leben noch vor 100  Jahren für einen Großteil der Menschen auf Erden gewesen  ist. Im Vergleich dazu, lebe ich jetzt und heute in himmlischen Verhältnissen. Vor 100 Jahren hatte nur eine kleine Elite das Glück, über Freizeit zu verfügen, eine warme, großzügige Wohnung zu besitzen, immer ausreichend zu Essen zu haben.

Die meisten haben nur davon geträumt, wenn überhaupt.

 

Dennoch haben sich die Wünsche der Menschen nicht gravierend verändert.

Noch immer sehnen sie sich nach Wohlstand, nach Fülle, nach Sicherheit.

 

Ein Sinnbild für ein glückliches und freies Leben ist für mich das Bild, das Jesus-Christus beschrieben hat, als er von den Vögeln sprach.

"Sie säen nicht, sie ernten nicht und dennoch ernährt sie der himmlische Vater."

Ein Vogel beginnt seinen Tag nicht mit der Suche nach Nahrung sondern mit einem Lied. Er lebt in dem Vertrauen, dass immer für ihn gesorgt ist. Er macht sich keine Sorgen um seine Existenz. Er lebt einfach.

 

So ähnlich stelle ich mir das Leben eines Aufgestiegenen vor.

 

Allerdings sind wir Menschen keine Vögel. Wir haben die Fähigkeit zu denken, über unser Leben und unsere Lebenserfahrungen zu reflektieren. Wir erinnern uns an frühere, vielleicht bittere,  Erfahrungen, wir wissen, dass das menschliche Leben auf Erden endlich ist. Und deshalb ist es auch gefährdet und nicht sicher.

Das genau hat uns dazu angetrieben, das Leben auf Erden immer angenehmer, sicherer und komfortabler zu gestalten.

Es ist dem Menschen ein tiefes Bedürfnis, Sicherheit und Wohlstand in seinem Leben zu erschaffen.

Dabei gilt sein Bestreben auch immer der Sorge für die Zukunft.

 

Es scheint also so zu sein, dass es dem Menschen niemals gelingen wird, so sorgenfrei  und glücklich zu leben, wie die Vögel.

 

Dennoch möchte ich an diesem Bild festhalten.

Ich bin davon überzeugt, dass wir in ein solches Leben finden können!

 

Ein solches  Leben ist getragen von  absolutem Vertrauen.

 

Aber worauf soll ein Mensch vertrauen?

 

Die Menschheit befindet sich zur Zeit in einer ihrer größten Vertrauenskrisen.

Wir haben Angst um die Stabilität des Euro, wir haben Angst um die Stabilität der europäischen Wirtschaftsunion.

Wir stecken noch immer in einer europäischen Finanzkrise. Die Kreditinstitute, die nur existieren konnten und können, wenn ihnen das entsprechende Vertrauen entgegengebracht wird, haben genau dies bei ihren  Kunden eingebüßt. Und auch das Vertrauen der Banken untereinander hat stark nachgelassen, was man an der Zunahme der Einlagen bei der EZB feststellen kann. 

Die europäische Finanzkrise ist eine Vertrauenskrise.

 

Und wir sind uns auch unseres Wohlstandes nicht mehr sicher. Ein Wohlstand, von dem wir immer glaubten, er basiere auf unserer tollen Arbeits- und Wirtschaftsleistung.

Flüchtlinge drängen in das reiche Europa.

Sie setzen alles aufs Spiel, um hierher zu kommen. Leben oder Sterben. Sie glauben nicht mehr an ein Leben in ihren Heimatorten, deshalb sind sie zu allem bereit.

Das gefährdet unseren Wohlstand.

 

Worauf soll der Mensch vertrauen? Worauf kann er noch vertrauen.

Mit der Finanzkrise haben viele Sparer ihre Vorsorge für das Alter verloren.

Spareinlagen sind nur noch sicher, wenn sie keine Rendite mehr bringen.

Die  gesetzliche Altersvorsorge verspricht ebenfalls keine Sicherheit im Alter mehr.

 

Das Leben ist unsicher geworden.

 

Und dies geschieht aus einem guten Grund.

 

Die Menschheit erwacht, es ist ihr Wunsch zu erwachen.

 

Was bedeutet Erwachen?

Beim Erwachen geht es darum, sich seiner selbst bewusst zu werden. Im Erwachensprozess fragt sich der Mensch, wer er eigentlich ist, was dieses Leben überhaupt soll, worauf er vertrauen kann.

Dies wird unter anderem da durch angestoßen, dass das Leben seine Pseudosicherheit verliert. 

Wenn  ich mich nicht mehr auf die äußere Welt verlassen kann, dann bleibt mir nur noch, mich mir selbst zuzuwenden.

 

Und in der Tat können wir wahre Sicherheit nur in uns selbst finden.

 

Wir sind mehr als dieser kleine Mensch.

Wir sind auch Gott.

 

Erleuchtung bedeutet genau diese Entdeckung.

 

Ich bin nicht nur dieser kleine hilflose Mensch.

 

Da gibt es noch etwas!!

 

Da gibt es noch etwas zu entdecken.

 

Das kleine  menschliche Selbst hat sich nur um sich selbst gedreht. Es kennt nur das begrenzte Leben des Menschen.

Es glaubt nur an dieses eine Leben, es glaubt nur an sich  und  an die Endlichkeit.

Im Erwachensprozess wird genau das in Frage gestellt. Da nagt auf einmal eine Unzufriedenheit in dem Menschen, die sich nicht mehr einfach mit einem Urlaub, Einkaufsbummel oder  einem neuen Auto zufrieden stellen lässt.  Da stellt sich die Frage, ob das schon alles sein soll, ob es da nicht noch etwas mehr geben müsste.

Das Leben und das Streben des Menschen stoßen an ihre Grenzen.

 

Das bedeutet es, zu erwachen.

 

 

Und dann geht es los. Der Mensch macht sich auf die Suche nach Antworten.

Mittlerweile sind sehr, sehr viele Menschen auf diese Suche nach sich selbst gegangen.

Die Esoterikbranche boomt.

Und sie verspricht das bessere Leben. Sie verspricht Gesundheit, Zufriedenheit und Glück. Sie verspricht dir, dass du alles im Griff haben wirst, nie mehr leiden musst, immer Boss in deinem Leben bist.

Das ist es genau, wonach der Mensch sich sehnt. Der Mensch kann nicht anders, er wünscht sich Wohlstand, Fülle und Gesundheit. Er wünscht sich glückliche Beziehungen, in denen er immer verstanden wird. Er wünscht sich Wertschätzung und Anerkennung.

 

Aber so funktioniert das mit dem Aufstieg nicht.

Darum geht es nicht.  Die Göttlichkeit, die von uns entdeckt werden will, sie ist ganz einfach. Sie braucht keine Anerkennung im Außen, sie ist mit sich selbst zufrieden.

Und sie ist auch nicht dafür da, uns das Leben abzunehmen oder leichter zu machen.

Wir, die Menschen bleiben verantwortlich!!

Es liegt an uns. Wir sind gefordert.


Nur wer sich und sein Mensch-Sein akzeptiert, voll und ganz annimmt, der kann den Gott in sich entdecken.

 

Annehmen bedeutet, den Kampf aufzugeben. Den Kampf gegen sich selbst, gegen seine eigenen Unzulänglichkeiten.

 

Aufstieg bedeutet in erster Linie, sich selbst anzunehmen.


Der Mensch, das Mensch-Sein gehört zum Aufstieg dazu. Wir dürfen uns selbst nicht verlassen beim Aufstieg.

Die Ängste und Bedürfnisse des Menschen dürfen nicht einfach übergangen werden. Sie gehören zum Aufstieg dazu.

Der Weg zu Gott führt über das Mensch-Sein.

Wenn wir uns selbst erlauben, in unserer Angst, in unserer Unsicherheit, in unserer Überforderung zu sein, wenn wir unsere Grenzen akzeptieren, dann können wir sie überschreiten.


Denn in dieser Selbstannahme werden wir zum ersten Mal fähig, zu erkennen, dass wir mehr sind als dieses kleine menschliche Wesen.

 

Dann können wir unsere Göttlichkeit spüren, dann können wir sie erfahren.

 

Flüchte nicht mehr vor dem Menschen, der du bist, bleib bei ihm und du wirst deine Göttlichkeit erkennen.

 

Bleib bei dir, lass dich nicht im Stich!!

Bei der nächsten schwierigen Situation  in deinem Leben, erinnere ich daran!!

Nimm einen tiefen Atemzug und steh dir selbst bei, indem du einfach erlaubst.

Erlaube dir selbst, so ängstlich, so überfordert zu sein.

Erlaube der Situation, so zu sein, wie sie ist.

Bleib bei dir. Fliehe nicht.

Atme und erlaube.

 

Und stelle dich selbst auch dann nicht in Frage, wenn du auf einmal ruhiger wirst, obwohl die Situation noch immer bedrohlich wirkt. Das könnte deinen Verstand sehr in Wallung bringen. Erlaube auch das.

 

Atme und erlaube.

 

Nimm dein menschliches Selbst mit auf deine Reise des Aufstiegs.

Es gehört dazu!

Ohne den Menschen gibt es keinen Aufstieg!!


 Und ich glaube, dass wir dann auch so weit kommen können, ein Leben wie die Vögel zu führen.

In der Selbstannahme liegt die Chance, zu erkennen, dass du mehr bist, als dieses kleine menschliche Selbst. Du bist auch ein Schöpfer. Du kannst dir eine Welt erschaffen, in der du sorgenfrei genießen, erleben und erfahren kannst. Aber vergiss dein kleines menschliches Selbst nicht. Es gehört dazu, darf einen Platz in diesem neuen göttlichen Leben einnehmen, auch wenn es manchmal nur allzu menschlich ist.

 

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Mo

06

Jul

2015

Im Neuen Bewusstsein ist alles neu, auch GOTT

Alles neu im Neuen Bewusstsein!!


So auch das Bild bzw. Konzept von Gott:

 

Das apostolische Glaubensbekenntnis, das in der katholischen Kirche gebetet wird, fasst das Gottesbild des christlichen Glaubens recht gut zusammen.

Daher habe ich es hier in meinem blog zitiert, um dem christlichen Gottesverständnis näher zu kommen: 

 

Das Apostolische Glaubensbekenntnis

      

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn,
unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.

 

Welches Gottesbild kommt hierin zum Ausdruck?


Zunächst einmal ist Gott der Allmächtige und daher auch der Schöpfer von Himmel und Erde.

Er ist der wahre Herrscher über die Welten. Von ihm geht alle Macht aus.


Jesus Christus ist eine Neufassung von Gott: Der Mensch gewordene Gott.


Das ist meines Erachtens die Botschaft des Christentums, Gott hat eine neue Qualität bekommen, er ist Mensch geworden. Er ist eingetaucht in das menschliche Leben auf Erden.

Deshalb war ich früher mal eine überzeugte Christin. Weil ich an einen menschlichen Gott glaubte.

Gott ist uns gleich geworden.


Die Kirche hat es aber in ihren Lehren prima verstanden, diese neue frohe Botschaft, wieder in ihr Gegenteil zu verkehren.

Gemäß dem christlichen Glauben hat Gott durch Jesus Christus die Sünden der Menschheit auf sich genommen, er hat dafür gelitten und ist dafür gestorben. So hat er uns Menschen von der Sünde befreit. Ohne selbst sündig zu werden, denn Jesus wurde sogar von einer unbescholtenen Jungfrau geboren, er war und blieb frei von der Sünde. Er wurde von der Kirche hochstilisiert zu einem in Menschengestalt auf Erden wandelnden Gott.

Seine Mission war es, das Leid der Menschheit auf sich zu nehmen und uns durch sein Leiden von der Sünde, die uns bis dahin aus dem Paradies ausgeschlossen hatte, zu befreien.

Durch ihn bekam der sündige Mensch eine Chance auf das ewige Leben.


 

 

Hier zeigt sich die Ambivalenz dieses Gottesbildes:

 

Gott der Schöpfer, der Herrscher, der Allmächtige.

Gott, der allmächtige Herrscher ohne Fehl und Tadel ist.

Gott, dank dessen Gnade wir Menschen überhaupt erst zu existieren vermögen.


 

Und dem gegenüber steht der sündige Mensch, der auf Erden sein Dasein fristet, dem Leid und Schmerz beschieden sind. Seine Aufgabe ist es Gott nachzueifern, Gott gleich zu werden, was bedeutet, keine Sünden zu begehen. 

Dabei ist von vornherein klar, dass er das aus sich selbst heraus niemals schaffen wird. Hier ist der Mensch auf die Gnade Gottes angewiesen.


Deshalb beten die Gläubigen in jedem Gottesdienst vor der Kommunion die folgenden Worte:

„Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“


Auch ich habe diese Worte über mehrere Jahrzehnte mindestens einmal pro Woche in der Kirche gebetet. Das hat seine Wirkung nicht verfehlt. Ich wurde bescheiden und zurückhaltend, ich wurde mir meiner Kleinheit und Schwäche bewusst.


Ich glaubte nicht an mich, ich glaubte an Gott.




Man sieht hier sehr deutlich:


Unser Gottesbild impliziert automatisch auch eine bestimmtes Menschenbild und damit Selbstbild.


Deshalb ist es meines Erachtens wertvoll, sich seines Gottesbildes bewusst zu werden.


An welchen Gott glaubst Du?


Welche Rolle wird Dir in Deinem „Konzept von Gott“ zugeschrieben?



Tobias hat uns immer wieder gesagt „You are God also“


"Du bist auch Gott"


bzw.


"Du bist Gott und Mensch."


Aber was für ein Gott steckt dahinter?


Die Antworten können wir tatsächlich in „Jesus Christus“ und seinem Leben auf Erden finden.

Er war der erste, der Gott und Mensch in sich vereinigt hatte.

Er brachte das Christus- Bewusstsein (d.h. Du bist auch Gott) auf die Erde.

Jesus Christus war ganz und gar Mensch. Er hat sich in seinem Menschsein in nichts von den anderen Menschen unterschieden.

Aber er hat die Selbstliebe und Selbstannahme für sich entdeckt. Manche sagen, er wurde darin von Maria Magdalena unterwiesen, andere behaupten, es sei gerade umgekehrt gewesen.


Nichts desto trotz war sein Weg ein Weg der Selbstliebe und der Selbstannahme.

 

Selbstannahme bedeutet, sich selbst nicht mehr zu kritisieren und verbessern zu wollen, sondern genau so anzunehmen, wie man ist.

Selbstliebe setzt sich über die Vorstellungen und Erwartungen eines Nur-Menschen hinweg.

Sie geht darüber hinaus.


Der Mensch ist darauf programmiert, sich selbst und seine Identität immer weiter zu entwickeln und zu optimieren. Er strebt nach Wachstum und Entwicklung. Er gibt sich niemals zufrieden, was gleichbedeutend ist mit, er findet niemals seinen Frieden.


Dabei stößt er natürlicherweise auf Grenzen, er erlebt Enttäuschungen und Misserfolge. Aber er ist sogar bereit, sich selbst zu bekämpfen, nur um seinem Idealbild näher zu kommen. Er ist bereit, sich selbst zu kritisieren, sich selbst Schmerz zuzufügen, sich selbst zu verleugnen.


Dieses menschliche Verhalten passt gut zu dem zuvor beschriebenen Gottesbild. Der Mensch jagt dem Phantom des „guten“ Menschen, der ohne Sünde ist und deswegen Gott gefällt, hinterher, ohne es je erreichen zu können. Er ist zum Scheitern verurteilt, darf aber dennoch nicht aufgeben, muss immer weiter nach dem Besten streben.


Gleichzeitig schlummert in jedem Menschen der Wunsch danach, anerkannt und angenommen zu sein, sich nicht mehr anstrengen zu müssen.

Dieser Wunsch, einfach sein zu dürfen; dieser Wunsch nach bedingungsloser Liebe wird immer größer, je näher der Mensch seinem Erwachen kommt.


Jesus-Christus war ein Mensch, der sich selbst geliebt hat. Er hat sich selbst diese bedingungslose Liebe und Selbstannahme geschenkt. So konnte er die Muster von Anstrengung, Arbeit und Gottgefälligkeit verlassen. Er war sich selbst genug, er verstand es, einfach zu sein.


„You are God also“


Auch Du kannst den Weg zum „Einfach Sein“ entdecken!


Es gelingt, wenn Du darauf verzichtest, dich dauernd selbst zu kritisieren, hohe Erwartungen an Dich zu stellen, dich verändern und verbessern zu wollen.


Gehe darüber hinaus!


Sei Gott, indem Du Dein Mensch-Sein voll und ganz akzeptierst.


Sei Gott, indem Du dir selbst die Liebe und Achtung schenkst, nach der Du dich schon so lange sehnst.


Mit Deiner Liebe und Selbstannahme findest Du in das Einfach-Sein.


Durch Deine Selbstliebe wird Gott in Dir, dem Menschen geboren.


Gott, der Einfach-Seiende, der Ewige.


Jesus-Christus war der erste, der diesen Weg gegangen ist.

Das machte ihn zum „Gott“.


Deine Selbstliebe und Selbstakzeptanz öffnet dir den Weg zu Deinem Gott.

 

 


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Sa

27

Jun

2015

Der Sinn des Lebens

Der Sinn des Lebens ist das Leben!

 

"Wie banal klingt das denn?" magst Du Dich jetzt fragen.

 

Ja! Es geht im Leben um das Leben. Um das hier Sein auf der Erde.

Denn das Leben auf der Erde ist etwas ganz Besonderes. Nur hier auf der Erde besitzen wir einen richtigen Körper, nur hier können wir das Sein mit allen Sinnen erfahren.  

 

Nur der menschliche Körper ist mit  5 Sinnen ausgestattet. Die Engel besitzen solche Sinne nicht.

Wenn die Babys und Kleinkinder das Leben erkunden, dann benutzen sie dafür noch all ihre Sinne. Sie wollen  es ertasten und begreifen das Leben. Sie wollen es schmecken und fühlen. Alles wandert von der Hand in den Mund, sie geben sich nicht mit dem Sehen und Hören zufrieden, sie nutzen noch all ihre Sinne, um die Welt zu erfahren.

 

Der Sinn des Lebens ist es, dieses mit allen Sinnen zu erfahren!

 


Es ist kein Zufall, dass diese beiden zunächst so unterschiedlichen Begriffe  Sinn  des Lebens und Wahrnehmungs-Sinn das gleiche Wort benutzen.

Als ich  das neue Buch von Hape Kerkeling "Der Junge muss an die frische Luft" hörte, da sprach er über seine Mutter, die in Folge einer Operation ihren Geschmacks- und Geruchssinn verloren hatte. Als sie erfuhr, dass sie für den Rest ihres Lebens ohne diese beiden Sinne auskommen müsse, stürzte sie in eine tiefe Depression.

Sie verlor die Freude am Leben, es machte plötzlich keinen Sinn mehr.

 

Stell dir vor, Du müsstest auf einen deiner Sinne verzichten. Es klingt zunächst harmlos, den Geschmackssinn zu verlieren, denn er scheint ja nicht lebensnotwendig zu sein. Das Sehen und Hören werden im allgemeinen als viel wichtiger erachtet.

Aber das Schmecken ist unmittelbar mit Genuss verbunden, mit Lebensfreude.

Wie soll man ein gutes Mal genießen können, wenn man es nicht schmecken kann? 

Das Essen verliert mit dem Geschmackssinn seinen Sinn.

Essen ohne zu schmecken ist kein Essen mehr.

Es ist zwar noch notwendig, um den Körper am Leben zu erhalten, aber das ist augenscheinlich nicht der Sinn des Essens.

Stell Dir vor, Du kannst keinen Wein mehr schmecken, also keinen Wein mehr genießen.

Jedes Getränk schmeckt gleichermaßen nach nichts. Es ist vielleicht heiß, oder lauwarm oder kalt, aber ansonsten gibt es keine Unterschiede mehr.

 

Der Geschmackssinn macht den Sinn des Essens aus!

 

Der Geschmacks- und Geruchssinn sind  auch notwendig, um ein geschmackvolles Essen zuzubereiten. Die Tischgemeinschaft ist nicht mehr erlebbar, wenn der Geschmacks- und Geruchssinn versagen.

Die Teilhabe am Leben hängt offensichtlich wesentlich vom Funktionieren unserer Sinne ab.

 

Stell dir vor:

Es ist Frühling, die  Tulpen und Narzissen blühen in bunten Farben. Ein Meer von bunten Blumen. Die Wiesen werden wieder grün. Das  frische Grün belebt Deine Sinne. Du genießt die Farbenpracht und den Duft in der Luft. Die Sonne wärmt deinen Rücken, ein sanfter Wind weht dir um die Nase.

Du hörst die Vögel singen.

Der Frühling ist ein Fest der Sinne, und gerade das macht dich nach dem tristen Winter wieder lebendig.

 

Im Deinem Leben geht es darum, das Leben mit allen  Sinnen zu erfahren.

 

Was Du sinnlich erlebt hast, das kannst Du auch später noch gut und sehr lebendig erinnern. Das hast Du in Dich aufgenommen. Das wird Dich ein Leben lang  und darüber hinaus begleiten.

 

Darum ist der Sinn des Lebens:


Das Leben mit allen Sinnen zu erfahren.

 

Aus der sinnlichen Erfahrung entspringen Lebensfreude und Lebensgenuss.

 

Leben mit allen Sinnen bedeutet  Teilhabe am Leben.

 

Wenn den Menschen im Alter allmählich die Sinne im Stich lassen, dann verliert er damit zunehmend auch das Leben selbst.

Denn beides gehört zusammen!


Die Fülle des Lebens wird erst durch unsere Sinne erlebbar.


Über Deine Sinne machst Du Dir das Leben zu eigen.


Die Sinne schenken dir das Leben, machen das Erleben erst möglich.


Die Sinne geben Dir ein Gefühl der Lebendigkeit.


Die Sinne ermöglichen dir, Dein "Ich-Bin" zu erfahren.

 

 

 


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So

29

Mär

2015

Über das Sterben und den Tod

29.03.2015


Ostern steht vor der Tür.

Das Fest der Auferstehung.

Aber keine Auferstehung ohne den Tod.


!50 Menschen fanden in der letzten Woche einen plötzlichen Tod.

150 Leben auf Erden wurden jäh beendet. 150 Pläne, Hoffnungen, Wünsche, Erwartungen sind zu Nichte gemacht.

Für die Menschen, die zurückbleiben, eine unfassbare Katastrophe.

Alle Träume, Hoffnungen mit einem Schlag vernichtet.

Liebesbeziehungen durch den Tod beendet, Eltern haben ihre Kinder verloren, Kinder ihre Eltern.

Der Glaube an das Leben, die Illusion der Unsterblichkeit mit einem Schlag zerstört.

Das Leben, es endet. Es endet unwiederbringlich.

Einfach so vorbei.


Eigentlich ist es ja mit dem Tod immer so. Er kommt immer überraschend. Er stürzt uns immer in die Verzweiflung.

Denn wir können es einfach nicht fassen, nicht glauben, dass dieses Leben einmal zu Ende gehen wird. Wir können nicht glauben, dass unsere Eltern eines Tages nicht mehr hier sind. Wir können nicht fassen, dass uns unser geliebter Partner einmal verlassen wird.

Wir glauben an die Unendlichkeit des Lebens. Auch angesichts des alltäglichen Sterbens auf dieser Erde. Es ist wie ein Wunder, dass der Mensch zu dieser Verrücktheit fähig ist, zu glauben, er wäre vielleicht der erste, der es schafft, den Tod zu überleben.


Da scheint es doch tolle Tricks zu geben, um das möglich zu machen:


Halte Deinen Körper fit!

Ernähre dich gesund!

Hüte dich vor Übergewicht und zu hohen Cholesterinwerten!

Sei ein guter Mensch!

Kümmere dich um deinen Nächsten!

Wenn du nur alles richtig machst!!


Manchmal wird es gar zum einzigen Lebensinhalt, das körperliche Leben zu erhalten.


Dieses Feld ist ein großer Markt geworden.

Man macht uns vor, wir hätten es in der Hand, das mit dem Leben.

Man gibt uns die Verantwortung dafür, dass wir leben.


Das „am Leben sein“, hat einen sehr, sehr hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Auch die Diskussionen um die Sterbehilfe machen dies deutlich. Das Leben an sich, das einfach nur im Körper existieren wird zum höchsten Gut erklärt.

Selten fragt man danach, wie es den Menschen in ihrem Leben ergeht.

Es interessiert nicht, ob sie sich in einem Überlebenskampf befinden oder ob sie noch aktiv und voll Freude am Leben teilhaben können. Das alles ist nicht wichtig.

Aber wenn ein Mensch so verzweifelt ist, dass er sich das Leben nehmen möchte, dann werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dies zu verhindern.

 

Das Leben muss um jeden Preis gerettet werden.

Wie das Leben aber aussieht, das ist zweitrangig.

 

Was für eine Hoffnungslosigkeit spricht aus dieser Haltung.

 

Ich erinnere mich noch gut daran, wie es war, als die ersten von mir geliebten Menschen, meine Großeltern, starben.

Damals war ich ein zutiefst gläubiger Mensch. Ich ging regelmäßig in die Kirche, ich glaubte an Gott und und vor allem an Jesus Christus. Ich engagierte mich in der Liturgie, ich nahm an Glaubensgesprächen teil.

Aber all das schützte mich nicht vor der Hoffnungslosigkeit angesichts des Todes.

Ich erlebte die Erschütterung, die der Tod im Leben der Menschen erzeugt.

Die Erde schien still zu stehen und doch drehte sie sich um mich herum weiter.


Der Tod stellt das Leben in Frage.


Darf ich noch weiter leben, wenn mein geliebtes Kind sterben muss?

Gerade wenn Menschen, die uns sehr nahe stehen, sterben, dann fragen wir nach der Gerechtigkeit des Lebens und des Todes.

Warum er? Warum nicht ich?

Kann ich, darf ich das Leben noch genießen?


Aber der Tod kann auch zum Leben ermutigen.


Wenn Menschen ihrem eigenen Tod ins Auge gesehen haben, sei es aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung, dann erwachen sie auch manchmal in ihr Leben. Dann beginnen sie, den Wert ihres Lebens zu schätzen.

Dann fragen sie sich, wie sie leben wollen.

Dann werden sie (vielleicht zum ersten Mal) zu bewussten Gestaltern ihres Lebens.

Der Tod kann die Menschen auch aufwecken, zum Leben erwecken.


Leben im Angesicht des Todes, das bedeutet, bewusst zu leben.

Leben im Angesicht des Todes bedeutet, das Leben wert zu schätzen, das Leben zu genießen.


Es ist nicht selbstverständlich, dass Du lebst!


Das Leben ist ein Geschenk!

Ein Geschenk von dir an Dich.

Und auch der Tod ist ein Geschenk!

Der Tod macht das Leben erst zum Leben.


Was wäre unser Leben ohne den Tod?


Der Tod dieser 150 Menschen ist ein Geschenk an uns alle!

Das Leben auf Erden, es ist endlich.


Darum:


WIE willst Du Dein Leben leben?


Lass es dir nicht aus der Hand nehmen, dein Leben!!

Es gehört dir, du kannst vielleicht nicht bestimmen, wie lange du leben wirst, aber du kannst jetzt und heute damit beginnen, zu bestimmen, wie du leben wirst.


Ein selbstbestimmtes, bewusst gestaltetes Leben verliert auch angesichts des Todes nicht seinen Sinn.


Denn wir leben tagtäglich mit der Vergänglichkeit, mit dem Abschied.


Dies wurde mir bewusst, als ich mein erstes Kind hatte.

Jeden Tag kamen neue Entwicklungen dazu, fast jeden Tag hatte sie etwas Neues gelernt.

Aber immer wenn sie etwas Neues konnte, musste ich etwas Altes loslassen. Als sie zu laufen gelernt hatte, da musste ich das Baby vollständig verabschieden. Ich hatte kein Baby mehr.

Immer wieder musste ich lernen loszulassen.


Damals habe ich mir gesagt:

„OK. Das ist alles nur von kurzer Dauer, deshalb muss ich zusehen, dass ich es bewusst erlebe und genieße, damit ich hinterher nicht das Gefühl habe, ich hätte es verpasst!“


So habe ich es geschafft, mich mit der Vergänglichkeit im Leben auszusöhnen.  Ich bin damit versöhnt, weil ich es so bewusst wie möglich erlebt und genossen habe.


Der Tod gehört zum Leben, er ereignet sich jeden Tag!


Schau dir die Bilder aus deiner Kindheit, aus deiner Jugend an!!


Wo ist dieses Kind jetzt?

Es existiert nicht mehr!


Schau dich an, als du ein Jugendlicher warst, was hast du gedacht, gefühlt?

Erinnere dich und dann frag dich: Was ist daraus geworden?

Wo ist dieser Jugendliche heute?


Man könnte sagen, dieses Kind, dieser Jugendliche wandelt nicht mehr auf dieser Erde, also ist er „gestorben“.


Und wer bist du?

Wer bist du, dass du dich noch jetzt in diesen früheren Menschen hineinfühlen kannst und gleichzeitig ein ganz anderer geworden bist.

Deine Enkel werden niemals wirklich glauben können, dass du einmal ein Kind warst.

Sie kennen dich nur so, wie du heute bist. Für sie gibt es deine Vergangenheit nicht.

Aber du weißt, dass du auch einmal ein Kind warst. Du kannst dich noch an Begebenheiten aus deiner Kindheit erinnern, du weißt noch, wie du dich gefühlt hast, als du zum ersten Mal in die Schule gingst.


Unser tägliches Sterben geschieht heimlich, weil wir gleichzeitig immer zu etwas Neuem werden.


In einem Lied aus meiner früheren Kirchenzeit hieß es:

„Das Weizenkorn muss sterben, sonst bleibt es ja allein, …,

Geheimnis des Glaubens, im Tod ist das Leben.“


Im Tod ist das Leben.


Ohne den Abschied kann es keinen Neuanfang geben. Das ist der eigentliche Sinn des irdischen Sterbens.

So wie Du heute noch immer existierst, obwohl es das Kind, das du vor 30 oder 40 oder mehr Jahren warst, nicht mehr gibt, so existierst Du auch nach deinem irdischen Tod weiter. Dann gibt es zwar diese Person nicht mehr hier auf Erden, aber Du, der du diese Person warst, existierst weiter.


Das Bewusstsein, das dem Körper Leben eingehaucht hat, existiert weiter.


Keiner der 150 Verstorbenen dieses Flugzeugunglücks ist verschwunden, sie alle existieren weiter. Sie alle fühlen, erleben sich noch immer so, wie vor einer Woche, als sie noch auf Erden weilten.

Der Tod ist nur der Abschied von dem Dasein in einem Körper, aber nicht die Auslöschung der Existenz an sich.

Wir brauchen unseren Körper nicht um zu existieren, wir brauchen ihn nur, um auf Erden agieren zu können.

Das Ende unseres Körpers ist das Ende unseres Verweilens auf Erden.


Aber so wie das Ende Deiner Kindheit nicht Dein Ende bedeutet hat, bedeutet auch das Ende des Erdenlebens nicht Dein Ende.


Dies glaubt nur der Verstand, der in seinem Dasein ähnlich wie der Körper an die Erde gebunden ist.

Der Verstand und der Körper sind Vehikel, mit deren Hilfe wir auf Erden leben können. Sie sind auf das Leben hier auf Erden beschränkt. Außerhalb der Erde braucht es weder den Körper noch den Verstand. Außerhalb der Erde gibt es weder den materiellen Körper noch den Verstand.

Da du nicht dein Verstand bist, wirst du im sogenannten Himmel auch ohne den Verstand weiter existieren.


Jede Nacht erlebst Du, wie es ist, ohne Körper zu sein. Du erlebst Abenteuer, Dramen, Liebesgeschichten in Deinen Träumen. Du wachst mit guten oder weniger guten Gefühlen auf, je nachdem, was Du geträumt hast. Dein Erleben in den Träumen ist so real, dass es sich sogar auf das irdische Leben auszuwirken vermag.


Deine Träume sind ein Leben außerhalb der Erde, ein Leben ohne Deinen Körper.


Der Körper, den du im Traum erlebst, ist lediglich ein Ergebnis deiner Vorstellungen.

In deinen Träumen vermagst du in Kontakt zu treten, mit den Verstorbenen. Sie wissen, dass du träumst, aber der Kontakt, der besteht, er ist real. So wie die Stimme aus dem Radio real ist, ohne dass ein Mann im Radio sitzt.

Jeden Abend, wenn du dich dem Schlaf hingibst, wenn du die Kontrolle des Verstandes loslässt, erlaubst du dir zu sterben, denn du verlässt das körperliche Dasein auf Erden.

Du verlässt mit deinem Bewusstsein deinen Körper. Ein feine Silberschnur hält die Verbindung zum Körper.

Diese wird dann erst während des „echten“ Sterbens getrennt.


Du bist also gut geübt darin, zu sterben.


Nur Dein Verstand kommt da nicht mit, im doppelten Sinne, er kommt nachts nicht mit auf Reisen und deshalb kann er zum Leben nach dem Tod nichts sagen.

Für den Verstand gibt es nur das Leben auf Erden. Die Erinnerungen, die du aus deinen Träumen mitbringst, müssen, um in diese Realität zu gelangen, die Schranke des Verstandes passieren, deshalb tendieren die Traumerinnerungen dazu, sehr irdisch und menschlich zu sein. Der Verstand interpretiert das Erlebte, das du mit zurückbringst.

Was er nicht kennt, das kannst du nicht erinnern.

So können von Geburt an Blinde zwar in ihren Träumen sehen, aber da ihr Verstand „Sehen“ nicht kennt, werden sie sich an das Sehen nicht erinnern.


Keine Angst vor dem Sterben!!!


Es ist nichts weiter als das Übertreten einer Linie im Sand. So zumindest hat es mir eine verstorbene Verwandte beschrieben, die zuvor sehr mit dem Tod gerungen und um ihr Weiterleben gekämpft hatte. Dennoch hat sie es so einfach und undramatisch erlebt.

Das Sterben ist so unspektakulär, dass es bei einem plötzlichen, unerwarteten Tod sogar geschehen kann, dass der Gestorbene zunächst gar nicht registriert, dass er gestorben ist.

Denn er ist ja noch da. Er existiert noch, er kennt sich selbst noch, fühlt sich selbst noch.

Das einzige, was nicht mehr geht, auf der Erde im Körper agieren, mit den Menschen kommunizieren.


Wir müssen das Sterben und den Tod nicht  fürchten.

Wir brauchen den Tod nicht zu fürchten, weil wir selbst unsterblich sind. Nichts von uns geht je verloren.

Denn für das Bewusstsein, das wir sind, gibt es keinen Tod.

Es geht lediglich um das Ende einer Geschichte.

 

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So

22

Mär

2015

Ergänzung zum gestrigen Beitrag "Verantwortung"

22.03.2015


Gestern habe ich über das Thema Verantwortung geschrieben.

Dazu möchte ich noch folgendes ergänzen:

Wie ich gestern bereits sagte, kann man für andere keine Verantwortung übernehmen. Dennoch geschieht es sehr oft, dass wir Verantwortung für andere Menschen tragen.

Ganz besonders häufig geschieht dies in der Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern.


Auf der einen Seite tragen die Eltern Verantwortung für ihre Kinder.

Und dies wird auch von den Eltern erwartet.

Ich weiß noch gut, wie ich mich fragte, wie das denn mit der Verantwortung für meine Kinder aussieht, als diese noch klein waren.

Als ich damals meine Seele zu diesem Thema befragte, erhielt ich die Antwort, dass es diese Verantwortung nicht gibt. Selbstverständlich waren die Kinder, als sie klein und schutzbedürftig waren, in meiner Obhut gewesen. Es war meine Aufgabe für sie zu sorgen, sie ins Leben zu begleiten.

Aber schon damals gab es Grenzen. War ich verantwortlich dafür, dass meine 11/2 jährige Tochter die anderen Kinder in der Krabbelgruppe biss?

Damals hat man mir das unterstellt und ich fühlte mich schuldig. Aber ich war nicht dafür verantwortlich.

Es gab in diesen Situationen immer mindestens noch einen weiteren Schöpfer, nämlich das Opfer der Beiß-Attacke.

Ich konnte nicht mehr tun, als meinem Kind erklären, dass Beißen keine gute Lösung in Konflikten ist. Außerdem war es an mir, mein Kind nicht dafür zu verurteilen, dass es impulsiv und durchsetzungsstark war.


Aber der Satz:: „Eltern haften für ihre Kinder.“, der gilt nicht. Nein ich hafte nicht für meine Kinder. Ich bin nur mir selbst gegenüber Rechenschaft schuldig, niemandem sonst.


Auch wenn die Kinder noch klein sind, hilfsbedürftig sind, Führung brauchen, sind sie dennoch eigenständige Seelenbewusstseine, Schöpfer ihres Lebens und ihrer Lebensumstände. Sie bringen sich ihre Themen mit, sie bringen sich alte Aspekte mit, für all das bin ich nicht verantwortlich.


So hatte ich keinen Einfluss auf den Charakter meiner Kinder, bzw. heute würde ich sagen, auf die Aspekte, die sich in meinen Kindern zeigten. Ich kann ihnen ein Vorbild sein, ich kann ihnen zur Seite stehen, ich kann ihnen zeigen, wie man mit unerwünschten Aspekten umgehen kann, aber ich bin nicht dafür verantwortlich, wie sich meine Kinder entwickeln, zu welchen Erwachsenen sie heranwachsen, wie gut sie in der Schule sind.

Dennoch kann ich auch hier Unterstützung leisten. 

 

Manches Mal hat gerade meine große Tochter zu mir gesagt:

„Du immer mit deiner Eigenverantwortung.“

 

Aber wenn man zu viel Verantwortung für die Kinder übernimmt, dann lernen sie nicht, es selbst für sich zu tun. Auch ist es schwierig für sie zu verstehen, dass es um sie, um ihr Leben geht und nicht um die Bedürfnisse, Wünsche, Erwartungen der Eltern.

So  können viele Missverständnisse zwischen Eltern und Kindern entstehen, wenn die Eltern statt der Kinder, die Verantwortung übernehmen.


Oft kommt es mit der Pubertät auch bei den Erwachsenen zu einer neuen Haltung:

Auf einmal wollen sie die Verantwortung für ihre Kinder nicht mehr tragen. Dann verlangen sie von ihren Kindern, endlich erwachsen, vernünftig, verantwortungsvoll zu sein.

Das nenne ich die Pubertät der Eltern. Aber wirklich loslassen können sie die Kinder dann immer noch nicht. Sie haben in der Regel ihre Vorstellungen davon, wie Verantwortung auszusehen hat.

 

(Ähnlich wie Europa, allen voran die deutschen Politiker ihre Vorstellungen davon haben, was Eigenverantwortung im Falle Griechenland, bedeutet. Während sich Griechenland gerade auf sich selbst besinnt, auch seine eigenen Bedürfnisse und Notwendigkeiten in den Blick nimmt, was ich Eigenverantwortung nenne, verlangt Europa von ihnen, die Interessen der Gläubiger und der EU zu befriedigen.)

Das ist so eine Sache mit der Verantwortung für andere. Man kommt an seine Grenzen, merkt das funktioniert nicht. Deshalb sind die Eltern der Verantwortung irgendwann überdrüssig. Dennoch überlassen sie ihren Kindern die Verantwortung immer noch nicht. Sie tun nur so als ob.

Das ist das Problem.

Es mangelt den Eltern an Vertrauen zu ihren Kindern, lieber haben sie alles unter Kontrolle. Häufig ist das Vertrauen nicht ausreichend entwickelt worden, weil dazu die Gelegenheiten fehlten bzw. nicht wahrgenommen wurden.

Es ist gut sich dessen bewusst zu sein, dass man Verantwortung nur für sich selbst tragen kann. Dann fällt es leichter, den Kindern rechtzeitig die Verantwortung für sich selbst zu überlassen.


Der Ablösungsprozess der Kinder von ihren Eltern ist mindestens genau so wichtig. Denn auch die Kinder haben gelernt, Verantwortung für ihre Eltern zu übernehmen.

Ich konnte in den letzten 20 Jahren sehr oft beobachten, wie Kinder sich für ihre Eltern verantwortlich fühlten, sich um sie sorgten, die Führung übernahmen, kleine Geschwister betreuten etc.

Solche Kinder, die schon im Kindergartenalter die Verantwortung für ihre Mütter/ Väter übernommen hatten, und das damals ganz hervorragend meisterten, haben es später sehr schwer, erwachsen zu werden, in ihre Verantwortung und ihr eigenes Leben zu finden.

Auch ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr schwierig ist, sich verantwortlich für seine eigenen Eltern zu fühlen und die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Außerdem verstehen die Eltern meist gar nicht, warum bzw. dass man sich überhaupt für sie verantwortlich fühlt. Sie wissen nichts von dieser Misere ihres Kindes, das sich sozusagen zwischen zwei Stühlen befindet.


Die Verantwortung für andere kann sehr, sehr schwer auf einem Menschen lasten. Noch dazu führt sie zu nichts, denn man ist ja eigentlich handlungsunfähig, wenn es um das Leben der anderen geht.

Die Abnabelung von den Eltern ist notwendig, um in sein eigenes Leben und in seine Eigenverantwortung zu finden.

Dazu braucht es die Akzeptanz dafür, dass alles so war wie es war.

Auch wenn man sich eine bessere Kindheit gewünscht hätte, auch wenn man sich nach einer tieferen Beziehung zu seinen Eltern sehnt, auch wenn man deren Liebe und Zuspruch vermisst hat und deshalb immer noch darauf hofft, gilt es ja zu sagen, zu allem was gewesen und nicht gewesen ist.

Die Abnabelung von den Eltern bedeutet das Loslassen aller Wünsche und Erwartungen.

Und es bedeutet auch die Verantwortung, die man als Kind für die Eltern übernommen hatte, zuerst zu erkennen und dann ebenfalls loszulassen.

Das bedeutet zugleich eine große Chance für die Beziehung zu den Eltern. Denn nur wenn das Thema der Verantwortung geklärt ist, dann ist man wirklich frei, sich auf seine Eltern einzulassen. Dann erst kann wahre Begegnung stattfinden.


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Sa

21

Mär

2015

Im Neuen Bewusstsein gibt es nur noch die Selbstverantwortung




21.03.2015


Verantwortung im Neuen Bewusstsein:


Wie steht es mit der Verantwortung beim Leben im Neuen Bewusstsein?


Das sieht auf jeden Fall etwas anders aus, als wir es gewohnt sind.


Verantwortung, das ist ein schwer beladener Begriff. Die Menschen tragen oft schwer an ihrer Verantwortung, allerdings weniger an der Verantwortung für sich selbst als an der Verantwortung für andere Menschen in ihrem Leben.

 

Für wen fühlst Du dich verantwortlich?

 

Bei mir sind das ganz sicher meine drei Töchter (15, 18, 21), immer wieder gerate ich in die Falle, mich für sie und ihr Wohlergehen verantwortlich zu fühlen.

Warum Falle?

Weil ich das gar nicht kann; ich kann nicht dafür sorgen, dass es ihnen gut geht.


Außerdem fühle ich mich auch immer wieder für meine Ehe und das Wohlergehen meines Ehepartners verantwortlich. Dadurch gerate ich oft in eine ausweglose Situation, denn ich nehme dann mich und meine Bedürfnisse total zurück, weil ich glaube, das so tun zu müssen.

Es geschieht bei uns öfter mal, dass meine Töchter zu ihrem Vater nicht gerade freundlich und zuvorkommend sind; ich habe schon gelernt, mich möglichst daraus zu halten, und meinem Mann und seinen Kindern die Verantwortung dafür zu lassen.

Nun steht die Planung des nächsten Sommerurlaubs an.

Ich bin nur für mich verantwortlich!!

ABER ich fühle mich auch für meinen Mann verantwortlich, was in mir innere Konflikte erzeugt.

Denn meine Töchter möchten gerne mit mir zusammen Urlaub machen, ich umgekehrt auch mit ihnen, nur auf einen Urlaub mit dem Vater haben die Mädchen keine Lust.

Als ich letzte Woche beim Frühstück genau das aussprach:“Wir wollen dich eigentlich nicht mitnehmen.“, fühlte ich mich zwar erst nicht ganz wohl in meiner Haut, aber ich ließ es dennoch ohne Erklärungen bei diesem einen Satz.

Zu meiner Überraschung hat sich die Atmosphäre zwischen meinem Mann und mir in der darauffolgenden Woche sehr entspannt (zumindest ist das mein Eindruck), ich habe sogar den Eindruck gewonnen, dass er wieder mehr Verantwortung für sich übernimmt, was uns beiden sehr gut bekommt.


Ein weiterer Bereich, in dem ich immer wieder in die „Verantwortungsfalle“ gerate, sind meine Eltern.

Jedes Mal, wenn mich dieses Verantwortungsgefühl packt, dann geht es mir gar nicht gut. Nicht etwa, weil ich die Verantwortung nicht übernehmen wollte, mein Ego will das überaus gerne!

Denn es vermittelt mir Wichtigkeit, es macht mich bedeutend, es macht mich zu einem guten Menschen! Darum ist es eine Heldentat, die Verantwortung für seine alten Eltern zu übernehmen.

 

ABER das funktioniert so nicht!!

 

Ich kann auch für meine Eltern nicht die Verantwortung übernehmen. Sie sind die Schöpfer in ihrem Leben. Alles ist gut, so wie es ist.


Es ist anmaßend, im Leben der anderen Verantwortung übernehmen zu wollen!!!



Das ist eine Lektion, die mir zu lernen sehr schwer fällt.

 

Vielleicht liegt das daran, dass ich von klein auf geglaubt habe, ich sei für das Wohl aller anderen verantwortlich.

Das ist übrigens eher die Regel als die Ausnahme, dass sich die (kleinen) Kinder zumindest für das Wohl ihrer Eltern verantwortlich fühlen.

Kinder spüren sofort, wenn es den Eltern nicht gut geht und sie neigen dazu, die Ursache vielleicht auch Schuld für die Missstimmung bei sich selbst zu suchen. Sie, die offensichtlich so viel Freude in das Leben ihrer Eltern zu bringen vermögen, fühlen sich verantwortlich, wenn das dann mal nicht gelingt.

Je sensibler die Kinder sind, desto stärker ist dieser Wunsch, es den Eltern recht zu machen, damit es den Eltern und dadurch auch dem Kind gut geht.

 

Schon ist es geboren, dieses Verantwortungsgefühl für die anderen.

Viele Erziehungspraktiken unterstützen diesen Prozess zusätzlich.

Dazu gehören, eine hohe Erwartungshaltung der Eltern an ihre Kinder.

Und auch Sätze wie:

„Du machst mich traurig.“ oder

„Du hast mich enttäuscht“ verstärken die Überzeugung in den Kindern, sie seien für das Wohl ihrer Eltern verantwortlich.

Besonders problematisch wird es für Kinder, deren Eltern gesundheitliche oder psychische Probleme haben.

Denn alle Kinder wollen ihre Eltern glücklich machen.

Wenn das nicht in ausreichendem Maße gelingt, dann entwickeln die Kinder Schuldgefühle, die ihr Leben sehr belasten können.


Also:

Es scheint so zu sein, dass wir alle schon in unserer frühen Kindheit gelernt haben, Verantwortung für andere zu übernehmen.



Aber wie sieht es mit der Verantwortung für uns selbst aus?



Wer die Verantwortung für sich selbst übernehmen will, der muss lernen

  • Grenzen zu ziehen,

  • nein zu sagen,

  • andere zu enttäuschen,

  • bei sich zu bleiben bzw. erst einmal überhaupt zu sich selbst zu finden.


Wer Verantwortung für sich selbst übernehmen will, der kann nicht mehr einfach in der Masse mit schwimmen.

Hier geht es um ganz neue Qualitäten, die in unserem bisherigen Wertekanon nicht vorkommen.

 

Selbstverantwortung wird zwar von unserer Politik mittlerweile sehr groß geschrieben, der Politik geht es aber vor allem um die finanzielle Selbstverantwortung.

So sind wir verantwortlich für unsere Altersvorsorge, Gesundheitsvorsorge,...


Eine so verstandene Selbstverantwortung ist nur mit Lasten und Pflichten verbunden. Das klingt nicht sehr einladend.


Ich glaube tatsächlich, dass unsere Gesellschaft  nicht viel Interesse an unserer Selbstverantwortung hat. Unser gesellschaftliches Wertesystem  ist eng verknüpft mit dem christlichen Wertekanon.

Hier steht ja bekanntlich die Nächstenliebe an erster Stelle:

 

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“

„Was Ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan.“

„So trage einer des anderen Last.“

„Geteiltes Leid ist halbes Leid.“



Also auch die Kirche und ihre Institutionen (Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Altenheime..) wecken und stärken in den Menschen das Verantwortungsgefühl für den Nächsten aber nicht für uns selbst.



Dummerweise kann dieses Konzept der Verantwortung für den anderen aber nicht gelingen. Und es passt ganz und gar nicht zum Neuen Bewusstsein.


Neues Bewusstsein bedeutet Eigenverantwortung, Selbstliebe und Schöpfertum.


Hast du schon einmal versucht, den (verwilderten) Garten Deines Nachbarn in Ordnung zu bringen?

Hast du gar versucht, den Nachbargarten zu hegen und zu pflegen?


Wahrscheinlich nicht, wer wäre schon so dumm?


Na ja, ich habe diesen Versuch tatsächlich unternommen.

Wir wohnen in einem Reihenendhaus und unser Nachbarreihenhaus war sehr viele Jahre unbewohnt. Entsprechend verwüstet sah der Nachbargarten aus.

Da packte mich eines Tages im Frühling die Idee, diesen Garten schön zu machen.

Ich schritt sofort zur Tat. So erschuf ich innerhalb von 4 Wochen eine nachbarliche Oase.

Wir stellten dort ein Trampolin für unsere Kinder auf und anfangs genoss ich den Blick in den neu ergrünten Garten ohne wilde Brombeersträucher und sonstiges Unkraut.

Aber die Freude hielt nicht lange an.

Denn es stellte sich als schwierig heraus, im Nachbargarten den neu eingesäten Rasen regelmäßig zu pflegen und zu mähen, die wilden Brombeersträucher am Wachsen zu hindern, bei Trockenheit zu wässern etc. Auch die Kinder hatten bald keine Freude mehr daran, immer erst nach drüben zu gehen, um auf dem Trampolin zu springen.

Ungefähr 1 ½ Jahre später wurde das Haus verkauft und ein neuer Besitzer übernahm die Herrschaft über das Anwesen.

Das war vor drei Jahren.

Und jetzt rate mal, wie der Nachbargarten heute aussieht?



Verwildert und verwahrlost.

 

Soviel zu dem Versuch, einen Nachbargarten in Ordnung zu bringen und zu halten.

Ähnlich verhält es sich mit dem Versuch, Verantwortung für einen anderen Menschen zu übernehmen und auf Dauer zu tragen.

Er ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Erst mag es Freude bereiten, aktiv zu werden und Wirkung zu erzielen, aber weil es nicht dein „Garten“ ist, kannst Du das auf Dauer nicht durchziehen.


Du kannst nur Gärtner in Deinem eigenen Garten sein!


Aber den Garten deines Nachbarn, deiner Eltern, Kinder, deines Ehegatten kannst du nicht pflegen. Und die anderen haben sogar ein Recht darauf, ihren Garten verwildern zu lassen.


Anders ausgedrückt:

Du kannst nur für Dich und Dein Leben Verantwortung übernehmen!

Jeder Versuch, für andere die Verantwortung zu übernehmen ist zum Scheitern verurteilt.

Das Scheitern folgt oft nicht unmittelbar, aber es wird kommen.

Selbst wenn die Menschen danach zu schreien scheinen, man möge ihnen die Verantwortung abnehmen, rate ich zur Zurückhaltung. Denn das könnte später zu großer Enttäuschung führen.



Diese neue Haltung, keine Verantwortung mehr für andere zu übernehmen, kann leichter gelingen, wenn Du dir bewusst machst, dass jeder, wirklich jeder Mensch, egal wie alt, gesund oder bewusst er auch zu sein scheint, der Schöpfer seines Lebens und seiner Lebensumstände ist. Diesen Schöpfer zu achten, bedeutet, ihm seine Verantwortung für seine Schöpfungen auch zu lassen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass du dem anderen nicht  auch einmal hilfreich zur Seite stehst oder  Unterstützung leistest etc.


Aber achte den Schöpfer in Deinen Kindern, in Deinen Eltern!

 

Lass ihnen die Verantwortung für ihr Leben, damit vermittelst Du ihnen gleichzeitig das Gefühl, es selbst meistern zu können. Du sprichst ihnen dein Vertrauen aus.

Und dann wirst du auch nicht Gefahr laufen, sie respektlos zu behandeln.

 

Auf diese Weise gewinnst du sehr viel Energie zurück, die dir jetzt zur Verfügung steht, um die Verantwortung für dich und Dein Leben zu übernehmen.

Allerdings braucht die Eigenverantwortung gar nicht wirklich viel Energie.


Eigenverantwortung geht einher mit Selbstliebe und Selbstachtung.

 

Wenn du beginnst, dich und deine Wünsche ernst zu nehmen, dann übernimmst du schon Verantwortung für dich selbst.

 

Selbstverantwortung bedeutet, sich selbst auf seine Fragen, Wünsche und Bedürfnisse zu antworten.

 

Du gibst dir Antworten, indem du dir Träume erfüllst, kleine Freuden bereitest, auf deine innere Stimme hörst.

 

Du trägst Verantwortung für dich, wenn du danach fragst, was Du vom Leben möchtest und nicht danach, was die anderen und das Leben von dir wollen.

 

Selbstverantwortung bedeutet:

 

Du stehst im Mittelpunkt Deines Lebens!


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Mo

02

Mär

2015

Neues Bewusstsein überwindet die Dualität

Unser bisheriges Leben hat sich im Spannungsfeld der Dualität abgespielt.

Dualität bedeutet das Leben zwischen den Gegensätzen.

In der Dualität geht es um das Entweder – Oder.

Entweder bist du gut, dann kommst du in den Himmel, oder du bist schlecht, dann kommst du in die Hölle.

Entweder spricht der Richter dich frei, oder du bist schuldig.

Entweder bist du gesund oder du bist krank.

Es gibt immer nur eines:


hell oder dunkel

schwarz oder weiß

reich oder arm

gesund oder krank

schlau oder dumm

Freund oder Feind

Gott oder Mensch


Zwischen diesen beiden unvereinbaren Polen besteht ein großes Spannungsverhältnis, weil das eine als moralisch gut das andere als moralisch schlecht bewertet wird. Also auch unsere Bewertungen unterliegen dieser Logik des Entweder – Oder.


Was nicht gut ist, das ist automatisch schlecht.


Sieger oder Besiegter


Erfolg oder Niederlage


Das menschliche Leben befindet sich dauernd in diesem Spannungsverhältnis:

Der Mensch ist immer darum bemüht, Gutes zu tun, gut zu sein.

Wenn das nicht gelingt, so muss das möglichst unter den Tisch gekehrt werden, das will man nicht wahrhaben, nicht sehen.

Auch in der Esoterik geht es immer nur um das Licht:

So gibt es Lichtbringer, Lichtarbeiter...

Aber einer der engagiertesten Lichtbringer, Luzifer (lux = licht, fer von fere = bringen), wurde nicht als dieser erkannt.

Er ist in den Verruf des Dunklen, des Bösen geraten.


Das Leben in der Dualität bringt einen ständigen Kampf um das Gute und vor allem gegen das Böse mit sich.


Dualität bedeutet Kampf!


Dualität bedeutet Verneinung und Verdrängung!

Dualität bedeutet die Verleugnung seiner selbst!


Denn wer könnte von sich behaupten, dass er unfehlbar sei.


„Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.“, dieser Ausspruch von Jesus Christus macht deutlich, dass die Menschen schon damals in diesem Spannungsverhältnis zwischen gut und böse lebten.

Sie bekämpften das Böse im außen, im anderen, wie zum Beispiel in der Ehebrecherin, um sich so von ihrer eigenen Fehlbarkeit zu befreien.

Noch heute funktioniert die menschliche Psyche nach dieser Logik.

Wir verdrängen unsere dunklen Anteile, bzw. verlagern sie ins Außen. Denn dort lassen sie sich leicht bekämpfen.

Darauf hat Jesus Christus die Menschen damals aufmerksam gemacht. Außerdem war er ihnen ein Vorbild, indem er auf die Ausgestoßenen und Verdrängten zuging, er nahm sie an, er erkannte in ihnen das Göttliche, das Unschuldige, das Reine.

Er war der erste, der die Dualität überwand, indem er das Spannungsverhältnis zwischen den Polen aufhob.

Das gelang ihm, weil er das Dunkle nicht mehr fürchtete sondern annahm, zuerst in sich selbst und dann auch in den anderen.

So kann es auch uns gelingen, die Dualität zu überwinden und damit aus dem ihr innewohnenden Kampf auszusteigen.


Es geht nicht mehr um das Entweder – Oder.


Im Neuen Bewusstsein geht es um das UND!!


Ich lese gerade einen Überlebensbericht einer Frau, die den Holocaust im Warschauer Getto und in Auschwitz überlebt hatte.

Nachdem sie aus dem Warschauer Getto geflohen war, stellte sie sich die Frage, warum sie ihren Vater dort zurückgelassen hatte:

„Bin ich grausam und mitleidlos?“


Sie kämpfte mit Schuldgefühlen und stellte dann aber fest:


„O nein, ich bin immer beides, gut und böse, mutig und feige, großzügig und kleinlich.“


Auch machte sie sich Gedanken über den Deutschen, der das Tor zum Getto bewachte und fragte sich, ob der wohl gut oder böse sei.

Auch da kam sie zu folgender Erkenntnis:


„Im Frieden kann er ein Mensch sein. Im Krieg ist er Soldat und steht den Menschen mit seinem Gewehr gegenüber. Der Krieg lässt in ihm die Bestie wach werden.“


Er ist nicht einfach nur das eine, er ist beides, gut und böse, Mensch und Bestie.


Dies ist eine wichtige Erkenntnis aus dieser schrecklichen Zeit. Der Mensch ist weder nur das eine noch nur das andere. Er ist beides und wenn er beides in sich annehmen kann, dann ist er sich seiner dunklen Seiten bewusst und dann hat er zum ersten Mal den viel beschworenen freien Willen, zu entscheiden, wer oder was er sein will.

Hier liegt die Erklärung dafür, dass liebevolle Familienväter grausame Mörder sein konnten. Sie waren beides gut und böse.

Aber sie waren sich dessen nicht bewusst, sie kannten nur ihre gute Seite, die andere nahmen sie einfach nicht war. Nach dem Motto, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Aber so leben alle Menschen.

Diese Überlebende hat es geschafft weiter zu leben nach dem Krieg. Das ist etwas Besonderes.

Viele Holocaust- Überlebende haben sich später das Leben genommen, weil sie an ihren Schuldgefühlen zerbrochen waren.

Diese Frau, Krystyna Zywulska, sie hat überlebt, weil sie die Dualität überwunden hatte, sie hatte erkannt, dass es nicht um das Entweder-Oder geht, sondern dass immer alles in allem enthalten ist.

Sie hatte das UND erkannt, sie wusste, sie war gut und böse, mutig und feige.

Sie hatte es geschafft, ihre dunklen Seiten in sich selbst anzunehmen, daher verurteilte sie auch den Wachposten am Tor nicht mehr, sondern erkannte, dass auch er beides in sich trug, den Wunsch gut zu sein, und die Fähigkeit zu morden.

Alle Menschen, ohne Ausnahme, tragen die Möglichkeit in sich, grausame Folterer und Mörder zu sein.

Der Überlebenskampf im dritten Reich hat dies in vielen, eigentlich friedliebenden Menschen, hervorgebracht.


Wenn wir alle etwas aus dieser Zeit lernen können, dann ist es meines Erachtens das:

Der Mensch trägt das Potenzial für Grausamkeit und Gewalt aber auch für Liebe und Mitgefühl in sich.

Er ist nicht per se schlecht oder gut!


Aber nur derjenige, der das Böse in sich erkennt und annehmen kann, hat die Möglichkeit, zu entscheiden, wer er sein will, und der wird sich immer für das Gute entscheiden. Vorher muss aber die Akzeptanz des Bösen stattgefunden haben.


Neues Bewusstsein, geht über die Dualität hinaus.

Es überwindet den ewigen Kampf um das Gute und gegen das Böse.

Dies kann nur gelingen, wenn wir alles akzeptieren und annehmen.


Diese Akzeptanz macht uns frei!


Was wir bekämpfen, wird uns niemals verlassen.

Deshalb ist es an der Zeit, den Kampf aufzugeben und stattdessen alles an uns zu akzeptieren, die Dunkelheit in uns ebenso anzunehmen wie das Licht.

In dieser Selbstliebe und Selbstannahme, ohne wenn und aber, liegt der Schlüssel zu einem Leben im Neuen Bewusstsein.

Es geht darum, das Denken in Gegensätzen zu überwinden.

Es geht darum, den Kampf loszulassen.

Es geht darum, das Schlechte, das Böse, das Grausame in uns selbst wahrzunehmen und anzunehmen!

Das ist gar nicht so leicht.

Denn wir schrecken reflexartig davor zurück.

Dennoch ist dies der Weg.

Hilfreich ist es hierbei, die Bewertungen außen vor zu lassen.


Wahrzunehmen, was ist, reicht!


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Mo

23

Feb

2015

Reichtum ist eine Frage des Bewusstseins

Ob Du reich bist oder nicht, das entscheidet weder Dein Kontostand noch Dein Vermögen.

Ob Du reich bist oder nicht, das hängt einzig und allein davon ab, wie du es fühlst.

Deine Wahrnehmung und dein Erleben entscheiden darüber, ob Du reich bist.


Reich ist nur, wer sich reich fühlt.


Und da muss ich sagen, sind mir bisher noch nicht viele Menschen begegnet, die sich reich fühlen und deshalb reich sind.


Auch ich habe damit so meine Schwierigkeiten (gehabt).

In den letzten 20 Jahren habe ich einige Erfahrungen mit diesem Thema gesammelt.

Damit, dass ich mich entschieden hatte, 3 Kinder zu bekommen und diese auch selbst groß zu ziehen, war klar, dass ich nebenbei nicht noch berufstätig sein konnte.

So war ich also eine Nur-Hausfrau und Mutter, die selbst kein Geld verdiente und nichts zum Familieneinkommen beitragen konnte.

Das war wohl genug, um mich in den folgenden Jahren in meiner Überzeugung zu stärken, ich sei arm; bzw. weil bei uns nur einer arbeitete und Geld verdiente, schien es folgerichtig, dass wir nicht so viel Geld zur Verfügung hatten, wie andere. Darüber hinaus hatten wir außerdem noch gewagt, uns ein Haus zu kaufen, das uns in den Folgejahren viele finanzielle „Opfer“ abverlangte.

Ich persönlich fühlte mich des öfteren vom Geld meines Ehepartners abhängig, fing deshalb an, mich zu bescheiden und nur für die Kinder Geld auszugeben. Damit begann ein Teufelskreis, denn wer sich selbst nichts gönnt, an sich selbst spart, der bekommt auch nichts.

Aber weil ich nicht arbeitete, weil ich selbst kein Einkommen hatte, hatte ich anscheinend nichts verdient.

Schon wenn ich das jetzt hier so aufschreibe, wird mir deutlich, wie viele Überzeugungen hier mit im Spiel waren, Überzeugungen, die aus dem Massenbewusstsein stammen.

Überzeugungen, die ich aber auch tief in mir selbst trug. Ich hatte es nicht verdient, in Fülle und Wohlstand zu leben. Nicht mein Mann oder die Gesellschaft verweigerten mir das Geld und die Anerkennung für mein Dasein und mein Wirken, sondern ich selbst tat dies und erfuhr es dann natürlich auch im Außen.


Und heute, als ich im Auto fuhr, ging mir so durch den Kopf, wie viel sich inzwischen geändert hat. Noch immer habe ich zwischendurch so meine Probleme mit dem Selbstwert, aber ich habe angefangen, den Reichtum wahrzunehmen, der mich umgibt:.

 

Die freie Zeit, die ich habe. Ich kann, was nur wenigen Menschen möglich ist, selbständig über meine Zeit verfügen. Für mich spielt es keine Rolle, ob es Sonntag oder Montag ist, ich kann es mir auch am Montag richtig gut gehen lassen und mir Zeit für mich nehmen.

Ich bin auch sehr froh über meine Entscheidung, Zeit und Kraft für meine Kinder zu haben. Denn im Nachhinein muss ich sagen, Kinder richten sich in ihren Bedürfnissen nicht nach einem 8 -stündigen Berufsalltag. Wie gut, dass ich auch abends noch Zeit und Kraft für Gespräche hatte. Wie schön, dass ich so viele schöne Erfahrungen mit den Mädchen hatte.

Heute erlebe ich den Luxus, mit meinen Kindern ein sehr gutes, vertrauensvolles Verhältnis zu haben.

All das ist Reichtum.

Und es ist sehr clever, sich des Reichtums bewusst zu werden, der einen bereits umgibt.

Ich las vor Jahren mal den Satz:


Wenn es besser nicht sein könnte, wird es besser!“


Wer schon ein Bewusstsein für seine Fülle und seinen Reichtum hat, der ist auf einem guten Weg, noch mehr Fülle zu erschaffen.


Denn Reichtum ist eine Sache des Bewusstseins.

Mit Deiner Wahrnehmung gestaltest Du Deine Realität.


Auf einen Aspekt möchte ich hierbei besonders eingehen, auf das Brauchen.


Das Brauchen trennt dich von der Fülle.


Etwas zu brauchen, heißt getrennt zu sein, von dem was du dir wünschst, was Du dir erträumst.

Brauchen bedeutet, etwas nicht zu haben, von dem du glaubst, dass Du es haben müsstest. Hierbei handelt es sich um einen Zustand der Unbalance und Unzufriedenheit.

In diesem Zustand bist du kein Magnet für die Fülle; ganz im Gegenteil, die Haltung des Brauchens verstärkt und zementiert die Trennung.

Das Brauchen ist eine Illusion, die dich in der Untätigkeit und Hilflosigkeit gefangen hält.


Trotzdem spielt das Brauchen eine enorm wichtige Rolle im normalen Leben.

Es wird oft als Motor benutzt, um sich in Schwung zu bringen.


Wann kaufst Du dir ein neues Auto?


Worauf bauen die meisten Beziehungen auf?


Was sagst Du nach einem schönen Urlaub?


Interessanterweise ist das Brauchen ein wichtiges Argument bei unseren alltäglichen Entscheidungen. Wenn wir etwas brauchen, dann ist es o.k., dass wir es uns kaufen, uns leisten etc.

„Wir brauchten das neue Auto unbedingt, der alte war nicht mehr o.k.“


Wann hast Du dir das letzte Mal etwas gekauft, obwohl du es nicht brauchtest? Und wenn das geschehen ist, wie hast du dich dabei gefühlt?

Wie oft hast du andererseits schon gesagt, das brauch ich nicht, und deshalb auf eine Sache verzichtet?

Das Brauchen erzeugt eine sehr komische Logik:


Wir leisten uns nur dann etwas, wenn wir es brauchen.

Was wir nicht brauchen, das gönnen wir uns nicht.


Das Brauchen bringt zwar ein Rad in Schwung und ermöglicht zumindest manchmal, dass wir uns etwas gönnen, aber im Allgemeinen ist dies mit enormer Anstrengung verbunden.

Meist bleibt dabei die Freude auf der Strecke.

Sich aus reiner Freude etwas zu schenken, passt schon gar nicht in die Logik des Brauchens. Das Brauchen lässt einem keine Wahl und befreit einen deshalb auch von der Verantwortung für das eigene Handeln.


Das Brauchen ist ein Weg des alten Bewusstseins.


Es trennt dich von der Fülle, die dich umgibt. Es macht dich blind für die Geschenke Deiner Seele. Es verhindert, dass du dich wirklich reich fühlst. Ganz im Gegenteil, das Brauchen hält dich im Bewusstsein des Mangels gefangen.


Deshalb ist es wichtig, das Brauchen aus deinem Leben zu verabschieden.


Denn das Brauchen ist eine Lüge.


Wie könntest du etwas brauchen, was gerade nicht in Deinem Leben ist?


Andererseits, wie willst du etwas bekommen, von dem du dich getrennt fühlst?


Wer im Brauchen ist, kann nicht in der Fülle sein.


Fülle und Reichtum entstehen, mit Deiner Wahrnehmung von Fülle und Reichtum.


Besinne dich deshalb auf den Reichtum in Deinem Leben.


Sei dir dabei bewusst:

Alles, was in Deinem Leben ist, ist von dir erschaffen.

Es ist ein Ergebnis deiner bewussten und unbewussten Überzeugungen.


Ganz bestimmt gibt es Reichtum in Deinem Leben!

Das sind zum Beispiel die Dinge, die da sind, weil sie dir viel bedeuten.

Deine Hobbys und Deine Leidenschaften!


Manchmal sind diese Leidenschaften auch getarnt als Selbstverständlichkeiten oder Notwendigkeiten.


So war es bei mir.

Wohin ging das Geld in meinem Leben?

In meine Kinder und in unser Haus. Das sind meine Leidenschaften gewesen. Mittlerweile habe ich das anerkannt und noch einmal bewusst entschieden, dass auch ich selbst eine meiner Leidenschaften werden will.

Denn:


Wo die Leidenschaft ist, da ist auch die Fülle.


Um in die Fülle zu gelangen, empfehle ich dir:


Entlasse das Brauchen aus Deinem Leben.


Wünsche nicht mehr!

Sondern wähle und entscheide bewusst.


Dann werden alle Energien deinen Wahlen folgen und dir in Hülle und Fülle dienen.

Wenn du wieder einmal denkst, etwas zu brauchen oder einfach nur arm zu sein, erinnere dich:


Wahr ist, was Du (für) wahr-nimmst!







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Sa

14

Feb

2015

Geben und Nehmen mögen sich in Deinem Leben immer die Waage halten!

Wie steht es mit dieser Lebensweisheit?


14.02.2015


Als meine Tochter vor 20 Jahren getauft wurde, hatten wir alle Gäste eingeladen, einen Wunsch für das Taufkind aufzuschreiben.

Unter den vielen Wünschen war auch der ihres Großvaters:


„Geben und Nehmen mögen sich in deinem Leben immer die Waage halten.“


Ich hatte damals ein wenig Probleme damit, diesen Wunsch zu verstehen bzw. überhaupt zu akzeptieren. Gleichzeitig eröffnete er mir aber auch einen Einblick in die Denkweise bzw. Logik meines Vaters und vieler anderer Menschen (vielleicht sogar meine eigene).

Ich selbst hatte bis dahin eher nach dem Motto gelebt:

Ich gebe lieber, als dass mir genommen wird.

Das drückte ich für mich persönlich allerdings etwas anders aus:

Ich gebe, ich gebe gerne, denn man kann sich nicht vergeben (mit dem geben vertun), was für mich damals bedeutete, man kann nicht zu viel geben, man kann nicht vergeblich geben.

Aber , wenn ich mir diese Worte jetzt noch einmal anschaue, muss ich innehalten, ja staunen.

Was habe ich damals gedacht??


Man kann sich nicht vergeben“??


Deshalb gab ich lieber „freiwillig“ alles von mir.


Man kann sich nicht vergeben, das bedeutet so viel wie:

Ich bleibe immer in der Schuld gefangen. Ich selbst habe keine Chance, mir durch Vergebung die Freiheit zu schenken.


Was aber hat die Schuld mit dem Geben und Nehmen zu tun?


Sehr viel, wie ich heute erkenne.


Mein Vater hat es mit diesen Wunsch damals sehr gut gemeint. Er hatte erkannt, vielleicht auch erfahren, dass das Nehmen immer mit Schuld verbunden ist. Nehme ich etwas von jemandem, dann stehe ich in dessen Schuld. Es sei denn, und deshalb auch dieser Wunsch damals, ich gebe in gleichem Maße zurück. Wenn sich Geben und Nehmen die Waage halten, nur dann baut sich keine Schuld auf.

Dies ist eine Lebensphilosophie, die ich bei den meisten Menschen antreffe:

Geben und Nehmen müssen sich die Waage halten.


Nehmen ohne zu geben ist gefährlich, erzeugt Schuld.


Allerdings macht das Leben nach diesem Motto nicht wirklich Spaß.


Es erzeugt einen permanenten Zwang zum Ausgleich:


Man könnte eine solche Lebenshaltung mit einem Girokonto vergleichen.

Auch das bewegt sich ständig zwischen Soll und Haben hin und her, der Kontoinhaber ist dauernd darum bemüht, für einen Ausgleich zu sorgen.

Trotzdem scheint man seine Schulden nie los zu werden.


Dieses ständige Bemühen um Ausgleich ist zwar sehr anstrengend, aber es führt nur selten zum Erfolg.

Es bleibt ein dauernder Kampf.


Für die zwischenmenschlichen Beziehungen hat diese Logik des Gebens und Nehmens gravierende Auswirkungen.

Nahezu alle Beziehungen zwischen den Menschen richten sich daran aus, ob man auch fähig ist, für einen Ausgleich zu sorgen.


Wo der Ausgleich auf Dauer nicht möglich ist, da ist die Beziehung zum Scheitern verurteilt.


Vielleicht ist das der Grund, warum viele Menschen im Alter vereinsamen:

Sie können ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen, können den Ausgleich nicht mehr leisten und verzichten deshalb lieber freiwillig auf menschliche Zuwendung, Hilfe etc.


Wie oft bin ich mit meiner Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit auf Worte gestoßen wie:

„Das kann ich nicht annehmen“

„Wie kann ich mich dafür revanchieren?“

„Oh das ist zu viel!“


Bei den Menschen, die mir am liebsten sind, wie z.B. meinen Eltern musste ich sogar erleben, dass sie meine Hilfe, meine Großzügigkeit einfach nicht annahmen. Es war zu viel.

Sie hätten sich nicht revanchieren können oder wollen. Auch das ist möglich. Nicht anzunehmen, weil man nicht zur Gegenleistung bereit ist.


Auf Dauer können Beziehungen, in denen das Geben und Nehmen nicht gleichmäßig verteilt ist, nicht bestehen bleiben.

Mein Vater hatte Recht, es entstehen Schuldgefühle, die auf Dauer zu belastend werden und deshalb die Beziehung zerstören.

Bert Hellinger. der Begründer der Familienaufstellung hat deshalb festgestellt:


Wer zu viel gibt, muss gehen.


Allerdings verhindert diese Lebenshaltung auch die Chance, auf Dauer die Geschenke des Lebens wahrzunehmen und anzunehmen.


Denn sie erschafft Überzeugungen wie:

„Man bekommt im Leben nichts geschenkt.“

„Geben ist besser denn Nehmen.“

„Ohne Fleiß kein Preis.“

„Wenn ich von anderen zu viel nehme, stehe ich in deren Schuld.“

„Wer hat, dem wird gegeben.“


Es scheint eine Lebenserfahrung zu sein, dass sich Nehmen und Geben immer die Waage halten müssen.


Aber ich würde hier nicht darüber schreiben, wenn ich nicht noch etwas Neues dazu zu sagen hätte.


Neues Bewusstsein braucht das Annehmen!!


Neues Bewusstsein ist Annehmen!!!


Niemals wirst Du den Himmel auf Erden erfahren können, wenn Du nicht bereit bist anzunehmen.

Deshalb vielleicht der Satz von Jesus:

„Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder.“

Denn die Kinder können noch annehmen.

Die Kinder können sich noch an den Geschenken des Lebens erfreuen.

Die Kinder glauben noch daran, dass alles für sie da ist, dass sie nur anzunehmen brauchen.


Erst durch unsere Erziehung und durch unser Vorbild trainieren wir ihnen diesen Glauben, diese Lebenshaltung ab.


Um das Erwachen zu meistern, um im Neuen Bewusstsein leben zu können, ist es wichtig, diese alten Regeln vom Geben und Nehmen loszulassen.

Diese alten Überzeugungen halten uns in der Schuld gefangen. In einer Schuld, die nur existieren kann, weil wir an sie glauben.

Man sieht jetzt bei den Griechen, dass die Schuldknechtschaft endet, wenn sich der Schuldner aus seiner Schuld befreit, indem er seine Schuld einfach nicht mehr anerkennt.

Wenn es niemanden mehr gibt, der die Schuld auf sich nimmt, kann es keine Schuld mehr geben.

Die Gläubiger, die ja selbst, wie der Begriff sagt, nur an die Schuld glauben, spielen bei diesem Spiel eine untergeordnete Rolle. Sie sind immer vom Schuldanerkenntnis der Schuldner abhängig.


Wo es die Anerkennung der Schuld von Seiten des Schuldners nicht gibt, kann es auch keine Schuld geben.


Beim Übergang ins Neue Bewusstsein geht es darum, bewusst anzunehmen.


Es ist alles für uns da!

Bist du bereit anzunehmen?


Wenn alles da ist, dann kann beim Annehmen auch keine Schuld entstehen.


Als ich begriffen hatte, dass alles, was zu mir kommt, von mir, von meiner Seele stammt, da konnte ich viel leichter annehmen.


Alles Schöne, alles Gute, das zu mir kommt, ist ein Geschenk meiner Seele an mich. Ein Geschenk von mir für mich.


Die anderen Menschen spielen in diesem Spiel nur die Rolle der Überbringer, der Postboten oder Paketzusteller.

Es kommt durch die Menschen zu mir, es kommt durch sie aber nicht von ihnen.

Alles kommt von meiner Seele. Deshalb kann ich niemals in jemandes Schuld stehen.

Endlich ist das Annehmen möglich geworden.

Allerdings braucht es für das Annehmen eine bewusste Entscheidung,


Annehmen kannst Du nur bewusst.


Andernfalls gerätst Du leicht wieder in die alte Logik des Gebens und Nehmens, die auf Dauer alles Annehmen verhindert.

Bewusstes Annehmen bedeutet, zunächst einmal die Geschenke wahrzunehmen, die deine Seele für dich bereit hält.

Als nächstes geht es darum, diese Geschenke auch wirklich anzunehmen, denn das ist für einen Menschen nicht selbstverständlich. Nur mit deiner bewussten Entscheidung kannst du wirklich annehmen.

Sonst gerätst du leicht wieder in die Fänge deiner alten Glaubensmuster, die dir sagen, dass du das niemals wieder gut machen könntest, dass du es nicht wert bist, nicht verdient hast.


Es ist alles für dich da, bist Du bereit wahrzunehmen und dann anzunehmen?


Wer annehmen kann, bewusst und voller Freude,

der ist ein Geschenk für alle Menschen!


Mit dem Annehmen wird das Geben überflüssig. Es ist genug für alle da!

Das ist die Botschaft, die ein Mensch aussendet, der selbst annimmt.

Der muss von sich selbst nichts mehr hergeben, der strahlt sich einfach nur aus.


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