Neues Bewusstsein überwindet die Dualität

Unser bisheriges Leben hat sich im Spannungsfeld der Dualität abgespielt.

Dualität bedeutet das Leben zwischen den Gegensätzen.

In der Dualität geht es um das Entweder – Oder.

Entweder bist du gut, dann kommst du in den Himmel, oder du bist schlecht, dann kommst du in die Hölle.

Entweder spricht der Richter dich frei, oder du bist schuldig.

Entweder bist du gesund oder du bist krank.

Es gibt immer nur eines:


hell oder dunkel

schwarz oder weiß

reich oder arm

gesund oder krank

schlau oder dumm

Freund oder Feind

Gott oder Mensch


Zwischen diesen beiden unvereinbaren Polen besteht ein großes Spannungsverhältnis, weil das eine als moralisch gut das andere als moralisch schlecht bewertet wird. Also auch unsere Bewertungen unterliegen dieser Logik des Entweder – Oder.


Was nicht gut ist, das ist automatisch schlecht.


Sieger oder Besiegter


Erfolg oder Niederlage


Das menschliche Leben befindet sich dauernd in diesem Spannungsverhältnis:

Der Mensch ist immer darum bemüht, Gutes zu tun, gut zu sein.

Wenn das nicht gelingt, so muss das möglichst unter den Tisch gekehrt werden, das will man nicht wahrhaben, nicht sehen.

Auch in der Esoterik geht es immer nur um das Licht:

So gibt es Lichtbringer, Lichtarbeiter...

Aber einer der engagiertesten Lichtbringer, Luzifer (lux = licht, fer von fere = bringen), wurde nicht als dieser erkannt.

Er ist in den Verruf des Dunklen, des Bösen geraten.


Das Leben in der Dualität bringt einen ständigen Kampf um das Gute und vor allem gegen das Böse mit sich.


Dualität bedeutet Kampf!


Dualität bedeutet Verneinung und Verdrängung!

Dualität bedeutet die Verleugnung seiner selbst!


Denn wer könnte von sich behaupten, dass er unfehlbar sei.


„Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.“, dieser Ausspruch von Jesus Christus macht deutlich, dass die Menschen schon damals in diesem Spannungsverhältnis zwischen gut und böse lebten.

Sie bekämpften das Böse im außen, im anderen, wie zum Beispiel in der Ehebrecherin, um sich so von ihrer eigenen Fehlbarkeit zu befreien.

Noch heute funktioniert die menschliche Psyche nach dieser Logik.

Wir verdrängen unsere dunklen Anteile, bzw. verlagern sie ins Außen. Denn dort lassen sie sich leicht bekämpfen.

Darauf hat Jesus Christus die Menschen damals aufmerksam gemacht. Außerdem war er ihnen ein Vorbild, indem er auf die Ausgestoßenen und Verdrängten zuging, er nahm sie an, er erkannte in ihnen das Göttliche, das Unschuldige, das Reine.

Er war der erste, der die Dualität überwand, indem er das Spannungsverhältnis zwischen den Polen aufhob.

Das gelang ihm, weil er das Dunkle nicht mehr fürchtete sondern annahm, zuerst in sich selbst und dann auch in den anderen.

So kann es auch uns gelingen, die Dualität zu überwinden und damit aus dem ihr innewohnenden Kampf auszusteigen.


Es geht nicht mehr um das Entweder – Oder.


Im Neuen Bewusstsein geht es um das UND!!


Ich lese gerade einen Überlebensbericht einer Frau, die den Holocaust im Warschauer Getto und in Auschwitz überlebt hatte.

Nachdem sie aus dem Warschauer Getto geflohen war, stellte sie sich die Frage, warum sie ihren Vater dort zurückgelassen hatte:

„Bin ich grausam und mitleidlos?“


Sie kämpfte mit Schuldgefühlen und stellte dann aber fest:


„O nein, ich bin immer beides, gut und böse, mutig und feige, großzügig und kleinlich.“


Auch machte sie sich Gedanken über den Deutschen, der das Tor zum Getto bewachte und fragte sich, ob der wohl gut oder böse sei.

Auch da kam sie zu folgender Erkenntnis:


„Im Frieden kann er ein Mensch sein. Im Krieg ist er Soldat und steht den Menschen mit seinem Gewehr gegenüber. Der Krieg lässt in ihm die Bestie wach werden.“


Er ist nicht einfach nur das eine, er ist beides, gut und böse, Mensch und Bestie.


Dies ist eine wichtige Erkenntnis aus dieser schrecklichen Zeit. Der Mensch ist weder nur das eine noch nur das andere. Er ist beides und wenn er beides in sich annehmen kann, dann ist er sich seiner dunklen Seiten bewusst und dann hat er zum ersten Mal den viel beschworenen freien Willen, zu entscheiden, wer oder was er sein will.

Hier liegt die Erklärung dafür, dass liebevolle Familienväter grausame Mörder sein konnten. Sie waren beides gut und böse.

Aber sie waren sich dessen nicht bewusst, sie kannten nur ihre gute Seite, die andere nahmen sie einfach nicht war. Nach dem Motto, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Aber so leben alle Menschen.

Diese Überlebende hat es geschafft weiter zu leben nach dem Krieg. Das ist etwas Besonderes.

Viele Holocaust- Überlebende haben sich später das Leben genommen, weil sie an ihren Schuldgefühlen zerbrochen waren.

Diese Frau, Krystyna Zywulska, sie hat überlebt, weil sie die Dualität überwunden hatte, sie hatte erkannt, dass es nicht um das Entweder-Oder geht, sondern dass immer alles in allem enthalten ist.

Sie hatte das UND erkannt, sie wusste, sie war gut und böse, mutig und feige.

Sie hatte es geschafft, ihre dunklen Seiten in sich selbst anzunehmen, daher verurteilte sie auch den Wachposten am Tor nicht mehr, sondern erkannte, dass auch er beides in sich trug, den Wunsch gut zu sein, und die Fähigkeit zu morden.

Alle Menschen, ohne Ausnahme, tragen die Möglichkeit in sich, grausame Folterer und Mörder zu sein.

Der Überlebenskampf im dritten Reich hat dies in vielen, eigentlich friedliebenden Menschen, hervorgebracht.


Wenn wir alle etwas aus dieser Zeit lernen können, dann ist es meines Erachtens das:

Der Mensch trägt das Potenzial für Grausamkeit und Gewalt aber auch für Liebe und Mitgefühl in sich.

Er ist nicht per se schlecht oder gut!


Aber nur derjenige, der das Böse in sich erkennt und annehmen kann, hat die Möglichkeit, zu entscheiden, wer er sein will, und der wird sich immer für das Gute entscheiden. Vorher muss aber die Akzeptanz des Bösen stattgefunden haben.


Neues Bewusstsein, geht über die Dualität hinaus.

Es überwindet den ewigen Kampf um das Gute und gegen das Böse.

Dies kann nur gelingen, wenn wir alles akzeptieren und annehmen.


Diese Akzeptanz macht uns frei!


Was wir bekämpfen, wird uns niemals verlassen.

Deshalb ist es an der Zeit, den Kampf aufzugeben und stattdessen alles an uns zu akzeptieren, die Dunkelheit in uns ebenso anzunehmen wie das Licht.

In dieser Selbstliebe und Selbstannahme, ohne wenn und aber, liegt der Schlüssel zu einem Leben im Neuen Bewusstsein.

Es geht darum, das Denken in Gegensätzen zu überwinden.

Es geht darum, den Kampf loszulassen.

Es geht darum, das Schlechte, das Böse, das Grausame in uns selbst wahrzunehmen und anzunehmen!

Das ist gar nicht so leicht.

Denn wir schrecken reflexartig davor zurück.

Dennoch ist dies der Weg.

Hilfreich ist es hierbei, die Bewertungen außen vor zu lassen.


Wahrzunehmen, was ist, reicht!


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Kommentare: 14
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